Kleiner Pappel-Glasflügler
Paranthrene tabaniformis (Rottemburg, 1775)
Nahrungspflanzen Raupen
Pappel-Arten (Foto Zitterpappel) und Weiden-Arten
Wissenswertes
Der Kleine Pappel-Glasflügler, Paranthrene tabaniformis bevorzugt lichte Bestände von Pappeln an sonnigen und windgeschützten Plätzen, beispielsweise an Dämmen, älteren Kahlschlägen oder Wegrändern. Die Hauptflugzeit liegt zwischen Ende Mai und Mitte Juli. Frisch geschlüpft sind die Falter meist an den Zweigen und Blättern von Pappeln anzutreffen. Um die Mittagszeit fliegen die Tiere Blüten an (häufig Spiersträucher).
In Mitteleuropa entwickelt sich die Art meist zweijährig. Die wichtigste Nahrungspflanze ist mit Sicherheit die Zitterpappel. Die Eiablage erfolgt einzeln am Rand von Pappelblättern. Die frisch geschlüpften Raupen wandern an die Zweige in kranke Stellen oder in Fraßgänge von Bockkäferlarven ein. Im ersten Entwicklungsjahr lebt die Raupe unter einem Kotgespinst außen an der Rinde der Zweige. Die Überwinterung erfolgt in der Galle des Bockkäfers. Im darauffolgenden Frühling bohrt die Raupe in den Zweigen einen aufsteigenden Gang und produziert dabei einen leicht birnenförmigen Knoten im Zweig. Die zweite Überwinterung wie auch die Verpuppung im April/Mai erfolgt in diesem Knoten. Die Puppe arbeitet sich vor dem Schlüpfen mit windenden Bewegungen des Hinterleibes bis über die Hälfte ihrer Länge aus dem Schlupfloch heraus. Der Falterschlupf erfolgt meist in den frühen Morgenstunden.
Namenserklärung
Herkunft: „Tabanus Bremse.“
im Englischen: Dusky Clearwing Moth
weitere Namen: Bremsenschwärmer
Weblinks
https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch
https://www.researchgate.net
https://www.ukmoths.org.uk
Literatur
Franz Pühringer, Zur Biologie der oberösterreichischen Glasflügler(Lepidoptera, Sesiidae);
Entomologische Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut 14
Pro Natura (Hrsg.) (2000):
Schmetterlinge und ihre Lebensräume. Schweiz und angrenzende Gebiete. Band 3 154