Pfeileule (Artkomplex)
Acronicta cuspis / tridens / psi
Nahrungspflanzen Raupen
Acronicta cuspis: Erle (monophag)
Acronicta tridens und psi: Weide, Eiche, Erle, Hasel, Ulme u.a.
Wissenswertes
Die drei Pfeileulen Erlen-Pfeileule A. cuspis, Dreizack-Pfeileule A. tridens und Pfeileule A. psi werden wir als Artkomplex abhandeln, da sich die Falter nur durch Genitaluntersuchungen sicher bestimmen lassen und keine der hier gezeigten Raupen gezüchtet wurde, um eine sichere Diagnose zu erhalten.
Im Gegensatz zu den Faltern lassen sich die Raupen der Pfeileulen sicher unterscheiden. Auf dem ersten Abdominalsegment trägt die ausgewachsene Raupe von A. psi einen langen, kaum behaarten Zapfen, jene von A. cuspis nur einen langen "Pinsel" auf einem sehr kurzen Zapfen. Das breite Rückenband ist bei A. psi und cuspis einfarbig gelb oder weiß, bei A. tridens ist der breite Rückenstreifen, der oftmals orange Farbtöne aufweist, durch eine schwarze Linie unterbrochen. Die Raupen aller drei Arten sind sowohl tag- und nachtaktiv und halten sich frei auf ihren Nahrungspflanzen auf. Obwohl sie auf hohen Bäumen leben, halten sich vor allem die Raupen von A. psi gerne in den unteren Astbereichen auf. Die Verpuppung erfolgt in einem für diese Gattung typischen festen Kokon meist an oder unter Rinden oder Holzstücken.
Namenserklärung
Herkunft: cuspis = Spitze; die eine Dreizack-Spitze erkennen lässt
Herkunft: psi: griechischer Buchstabe Ψ, der die Form eines Dreizacks aufweist
Herkunft: tridens: Dreizack
alle drei Artnamen nehmen Bezug auf die Vorderflügelzeichnung
im Englischen: Large Dagger (cuspis), Grey Dagger (psi), Dark Dagger (tridens)
Weblinks
https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch
Literatur
Axel Steiner in Ebert, G. (Hrsg.) (1997):
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 6: Nachtfalter IV - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 15 ff.
Steiner, A.; Ratzel, U.; Top-Jensen, M.; Fibiger, M. (2014):
Die Nachtfalter Deutschlands- Bugbook Publishing, Oestermarie, Danmark 478/479