Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia dioica)

Bryonia dioica Raupen-NP für 2 Arten

  • Phtheochroa annae
  • Zaunrübenwickler (Phtheochroa rugosana)

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Zweikeimblättrige Klasse Magnoliopsida

Kürbisartige Ordnung Cucurbitales

Kürbisgewächse Familie Cucurbitaceae

Tribus Bryonieae

Zaunrüben Gattung Bryonia

Rotfrüchtige Zaunrübe Bryonia dioica

Weitere Namen, Trivialnamen

  • Rot-Zaunrübe
  • Zweihäusige Zaunrübe

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

  • Weiße Zaunrübe (Bryonia alba)

Standort, Lebensraum, Vorkommen

in Hecken und Auwäldern auf frischen, nährstoffreichen, lockeren Lehmböden, Schuttplätzen und an Wegrändern; in Österreich ist sie im pannonischen Raum häufig, ansonsten zerstreut bis selten

Hauptblütezeit

Juni bis Juli

Inhaltsstoffe

Wurzeln und Beeren sind stark giftig! Sie enthalten eine Reihe bitter schmeckender Triterpene (Cucurbitacine)

Quelle: Enzyklopädie - Essbare Wildpflanzen
Autoren: S. Fleischhauer, J. Guthmann und R.Spiegelberger
Verlag: atVerlag

Giftige bzw. allergieauslösende Pflanzenteile

In allen Pflanzenteilen finden sich hochwirksame toxische Substanzen. Die Hauptgifte sind Cucurbitacine und Bryonin. Diese Stoffe können bei Kontakt oder Verzehr zu schweren Vergiftungen führen.


Wie auch andere Kürbisgewächse, hangelt sich die Kletterkünstlerin im Nu an Sträuchern, Zäunen und allem, was sich ihr in den Weg stellt, rasch hoch. Der Gattungsname Bryonia stammt aus dem Griechischen und steht sinngemäß für „sprießen bzw. wachsen“. Sie besitzt zwar zierliche, dünne Ranken, bildet jedoch bei perfekten Bedingungen ein dichtes Gewirr aus Blättern und unter der Erde kräftige Wurzeln aus. Wer keinen überwucherten Dornröschen-Garten anstrebt, wird mit der eigensinnigen, kuriosen Pflanze nicht glücklich werden.