Echtes Tausendgüldenkraut  (Centaurium erythraea)

Centaurium erythraea Raupen-NP für 1 Art

Stenoptilia zophodactylus

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Zweikeimblättrige Klasse Magnoliopsida

Enzianartige Ordnung Gentianales

Enziangewächse Familie Gentianaceae

Tribus Chironieae

Untertribus Chironiinae

Tausendgüldenkräuter Gattung Centaurium

Echtes Tausendgüldenkraut Centaurium erythraea

Weitere Namen, Trivialnamen

Kopfiges Tausendgüldenkraut

Bitterkraut

Erdgallenkraut

Gottesgnadenkraut

Fieberkraut

Hundertguldenkraut

Magenkraut

Roter Aurin

Sanktorikraut

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

Kleines Tausendgüldenkraut Centaurium pulchellum

Strand-Tausendgüldenkraut Centaurium littorale

Standort, Lebensraum, Vorkommen

zerstreut auf sonnigen, halbtrockenen bis frischen Wiesen und Waldlichtungen bis in Höhenlagen von 1400 Metern

Hauptblütezeit

Juli bis Anfang Oktober

mehrjährige Heilpflanze

Inhaltsstoffe

Secoiridoidbitterstoffe (Bitterwert 2000-3500, Swerosid, Swertiamarin), Phenylcarbonsäuren (Syringa-, Kaffee-, Ferulasäure), Xanthonderivate, Flavonoide, Harze

Quelle: Lehrbuch Heilpflanzenkunde
Autorin: Ursel Bühring
Verlag: Haug


Man mag dem kleinen pinkfarbenen Blümchen seine intensive Bitterkeit nicht zutrauen, doch in der Heilkunde ist die zierliche Schönheit schon seit Langem bekannt. Deshalb verzichten wir nicht gerne auf das Lebenselixier und gönnen uns ab & zu einen Schluck Schwedenbitter. Wer am Johannistag ein paar Blüten pflückt und diese im Geldbeutel aufbewahrt, dem wird nie das Geld ausgehen. Das Kraut ist daher jeden Gulden wert 😉Gegenwärtig ist das Sammeln der geschützten Heilpflanze allerdings strengstens untersagt! Somit belassen wir es beim Betrachten und unserer Natur den blühenden Reichtum.