Gewöhnliches Seifenkraut (Saponaria officinalis)

Saponaria officinalis Raupen-NP für 6 Arten

  • Caryocolum fischerella
  • Lichtnelken-Eule (Hadena bicruris)
  • Netzeule (Sideridis reticulata)
  • Östliche Lichtnelkeneule (Hadena capsincola)
  • Seifenkraut-Miniersackträger (Coleophora saponariella)
  • Violettbraune Kapseleule (Sideridis rivularis)

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Zweikeimblättrige Klasse Magnoliopsida

Nelkenartige Ordnung Caryophyllales

Nelkengewächse Familie Caryophyllaceae

Unterfamilie Caryophylloideae

Tribus Caryophylleae

Seifenkräuter Gattung Saponaria

Gewöhnliches Seifenkraut Saponaria officinalis

Weitere Namen, Trivialnamen

  • Echtes Seifenkraut
  • Seifenwurz
  • Waschwurz

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

  • Weiße Lichtnelke (Silene latifolia)
  • Gewöhnliches Leimkraut (Silene vulgaris)

Standort, Lebensraum, Vorkommen

in Unkrautfluren, vor allem in Auen-Landschaften, an Flussufern, Dämmen, Kiesbänken, auch an Wegen und Schuttplätzen; es gedeiht am besten auf nährstoffreichen, meist frischen Stein-, Sand- oder Kiesböden

Hauptblütezeit

Juni bis September

Inhaltsstoffe

2,5-8% Saponine, ein Gemisch verschiedener Triterpenglykoside, Flavonoide und Phytosterole

Quelle: Lehrbuch Heilpflanzenkunde
Autorin: Ursel Bühring
Verlag: Haug

Giftige bzw. allergieauslösende Pflanzenteile

Das Seifenkraut enthält in der Wurzel den giftigen Stoff ,,Saponin". Bei leichter Überdosierung sind Magen- Darmreizungen möglich, in hoher Dosierung zelltoxisch, bis zu schweren Vergiftungserscheinungen.


Die wichtigste Eigenschaft steckt schon im Namen und vor allem in ihren Wurzeln und Rhizomen. Die darin enthaltenen Saponine, schäumen im Wasser, weshalb die heimische Wildpflanze vor Jahrhunderten bereits als Seifenersatz zum Waschen heikler Stoffe und empfindlichen Textilien verwendet wurde. Sogar bis heute wird die Seifenkrautlösung für eine schonende Reinigung von Wolle eingesetzt. Zudem verströmen die weißen bis rosafarbenen Blüten einen lieblichen Duft und locken Tag- und Nachtflieger in ihre Richtung. Einige Schmetterlingsarten nutzen die Staude sogar zur Eiablage und bei optimalen Bedingungen schlüpfen bald Raupen der Lichtnelkeneule.