Gewöhnliche Osterluzei (Aristolochia clematitis)

Aristolochia clematitis Raupen-NP für 3 Arten

  • Hyssia cavernosa
  • Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena)
  • Osterluzei-Spreizflügelfalter (Millieria dolosalis)

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Zweikeimblättrige Klasse Magnoliopsida

Pfefferartige Ordnung Piperales

Osterluzeigewächse Familie Aristolochiaceae

Unterfamilie Aristolochioideae

Pfeifenblumen Gattung Aristolochia

Untergattung Aristolochia

Gewöhnliche Osterluzei Aristolochia clematitis

Weitere Namen, Trivialnamen

Aufrechte Osterluzei

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla)

Standort, Lebensraum, Vorkommen

im Bereich von Weinbergen, am Fuß von Hecken, Zäunen und Mauern, in Auwäldern

Hauptblütezeit

Mai bis Juni

ausdauernde, krautige Staude

Inhaltsstoffe

Aristolochiasäuren (Hauptgiftstoff), Gerbstoffe, ätherische Öle und Clematinin

Giftige bzw. allergieauslösende Pflanzenteile

Die gesamte Pflanze, vor allem Wurzel und Samen enthalten Aristolochiasäuren. Diese Säuren gelten als nierenschädigend und krebserzeugend.


Im Mai reckt die ,,giftige Lebensquelle“ ihre Blütenköpfe empor und ab dann gibt es kein Halten mehr, sich auf die Suche nach der Raupe vom exquisiten Osterluzeifalter zu machen. Für den kleinen Ritterfalter ist die gelbe Grazie überlebensnotwendig, da sie seine einzige Nahrungspflanze darstellt. Für uns Menschen ist sie mit ihren außergewöhnlichen Trichterblüten und herzförmigen Blättern eine Wohltat fürs Auge, jedoch hochgiftig. Daher erfreuen wir uns nur an ihrer Schönheit und beobachten mit etwas Glück einen kuriosen Bestäubungsvorgang. Die Blüte nimmt nämlich kleine Fliegen solange gefangen, bis sich alle Staubgefäße entleert haben. Erst danach werden die pollenbeladenen Bestäuber wieder freigelassen, damit sie zu benachbarten Blüten weiterziehen können. Clever ist sie also auch 😏👍🏼🌾🐛