Nachtkerze (Oenothera)
Ursprünglich stammt die ,,Königin der Nacht“ aus Nordamerika und gelangte als blinder Passagier an Bord eines Wollfrachtschiffes nach Europa. Die darauf geladene Wolle wurde mit Erde bedeckt, damit der Seewind sie nicht wegblasen konnte. Darin betteten sich Unmengen von Nachtkerzensamen. Seitdem wachsen sie in unseren Gärten und das ist gut so! Denn kurz vor der Dämmerung beginnt ein sensationelles Schauspiel: Die entzückenden Blüten öffnen sich innerhalb weniger Minuten. Man kann der Pflanze sprichwörtlich beim Aufblühen zusehen. Jeden Abend, von der Sommersonnwende bis in den Oktober hinein, leuchten sie strahlend gelb und locken mit ihrem vanilleartigen Duft heimische Nachtfalter wie den seltenen Nachtkerzenschwärmer an. Aber auch das tagaktive Taubenschwänzchen besucht die wohlriechenden Blüten.