Nachtkerze (Oenothera)

Oenothera Raupen-NP für 5 Arten

  • Hochstaudenflur-Blütenspanner (Eupithecia subfuscata)
  • Kadens Staubeule (Caradrina kadenii)
  • Mittlerer Weinschwärmer (Deilephila elpenor)
  • Mompha epilobiella
  • Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina)

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Zweikeimblättrige Klasse Magnoliopsida

Myrtenartige Ordnung Myrtales

Nachtkerzengewächse Familie Onagraceae

Nachtkerzen Gattung Oenothera

Weitere Namen, Trivialnamen

Gemeine Nachtkerze, Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis)

Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana)

Kleinblütige Nachtkerze (Oenothera parviflora)

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

Gemeine Nachtkerze:

Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana)

Rotkelchige Nachtkerze:

Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)

Kleinblütige Nachtkerze:

Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)

Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana)

Standort, Lebensraum, Vorkommen

Gemeine Nachtkerze: an Ruderalplätzen wie Wegrändern, Kies- und Sandgruben, Steinbrüchen und Schotterbänken auf trockenen, nicht zu nahrhaften, möglichst kalkhaltigen Böden

Rotkelchige Nachtkerze: als Kulturpflanze in Gärten; verwildert an stickstoffreichen, offenen Stellen wie z.B. an Straßenrändern, Ruderalstellen oder frischen Brachflächen

Kleinblütige Nachtkerze: im Tiefland auf trockenen, mäßig nährstoffreichen Böden

Hauptblütezeit

Juni bis September

Inhaltsstoffe

Oenthera biennis: Fettes Öl mit bis zu 80% mehrfach ungesättigten Fettsäuren: 71,5% Linolsäure, 8-14% γ-Linolensäure, Ölsäure, 6,5% Palmitinsäure, Stearinsäure, Myristinsäure, Arachinsäure und Palmitoleinsäure

Quelle: Lehrbuch Heilpflanzenkunde
Autorin: Ursel Bühring
Verlag: Haug


Ursprünglich stammt die ,,Königin der Nacht“ aus Nordamerika und gelangte als blinder Passagier an Bord eines Wollfrachtschiffes nach Europa. Die darauf geladene Wolle wurde mit Erde bedeckt, damit der Seewind sie nicht wegblasen konnte. Darin betteten sich Unmengen von Nachtkerzensamen. Seitdem wachsen sie in unseren Gärten und das ist gut so! Denn kurz vor der Dämmerung beginnt ein sensationelles Schauspiel: Die entzückenden Blüten öffnen sich innerhalb weniger Minuten. Man kann der Pflanze sprichwörtlich beim Aufblühen zusehen. Jeden Abend, von der Sommersonnwende bis in den Oktober hinein, leuchten sie strahlend gelb und locken mit ihrem vanilleartigen Duft heimische Nachtfalter wie den seltenen Nachtkerzenschwärmer an. Aber auch das tagaktive Taubenschwänzchen besucht die wohlriechenden Blüten.