Echte Goldrute (Solidago virgaurea)

Solidago virgaurea Raupen-NP für 2 Arten

  • Anania funebris (Schwarzweißer Fleckenzünsler)
  • Goldruten-Blütenspanner (Eupithecia virgaureata)

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Zweikeimblättrige Klasse Magnoliopsida

Korbblütlerartige Ordnung Asterales

Korbblütler Familie Asteraceae

Unterfamilie Asteroideae

Tribus Astereae

Untertribus Solidagininae

Goldruten Gattung Solidago

Untergattung Solidago

Sektion Solidago

Echte Goldrute Solidago virgaurea

Weitere Namen, Trivialnamen

-

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

-

Standort, Lebensraum, Vorkommen

Hauptblütezeit

Juli bis Oktober

ausdauernde, krautige Staude

Inhaltsstoffe

1-3% Flavonoidglykoside, Saponine, ätherische Öle, Phenylglykoside (Leiocarposid und Virgaureosid), Kaffeesäurederivate und Gerbstoffe, Mineralstoffe

Quelle: Lehrbuch Heilpflanzenkunde
Autorin: Ursel Bühring
Verlag: Haug

Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)

Solidago canadensis Raupen-NP für 6 Arten

  • Astern-Mönch (Cucullia asteris)
  • Goldruten-Blütenspanner (Eupithecia virgaureata)
  • Hochstaudenflur-Blütenspanner (Eupithecia subfuscata)
  • Kleines Fünffleck-Widderchen (Zygaena viciae)
  • Kreuzkraut-Blütenspanner (Eupithecia absinthiata)
  • Weißer Blütenspanner (Eupithecia centaureata)

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Zweikeimblättrige Klasse Magnoliopsida

Korbblütlerartige Ordnung Asterales

Korbblütler Familie Asteraceae

Unterfamilie Asteroideae

Tribus Astereae

Untertribus Solidagininae

Goldruten Gattung Solidago

Untergattung Pleiactila

Sektion Unilaterales

Untersektion Triplinerviae

Kanadische Goldrute Solidago canadensis

Weitere Namen, Trivialnamen

-

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

Riesen-Goldrute Solidago gigantea

Hohe Goldrute Solidago altissima

Standort, Lebensraum, Vorkommen

Äcker, Schuttplätze, Waldschläge, Ufer- und Gewässerränder, Auwälder, Ruderalflächen, Waldlichtungen

Hauptblütezeit

Juli bis Oktober

ausdauernd, krautige Staude

Inhaltsstoffe

1-3% Flavonoidglykoside, Saponine, ätherische Öle, Phenylglykoside (Leiocarposid und Virgaureosid), Kaffeesäurederivate und Gerbstoffe, Mineralstoffe

Quelle: Lehrbuch Heilpflanzenkunde
Autorin: Ursel Bühring
Verlag: Haug

Invasive Art

AUSWIRKUNGEN AUF DEN STANDORT: Vermehrt sich vegetativ über Wurzelausläufer, die mit dem Wasser oder mit Gartenabfällen ausgebreitet werden. Eine generative Verbreitung findet über kleine, flugfähige Samen statt. Hohe Konkurrenzstärke führt zur Artenarmut am Standort. Bildet über 300 Sprosse/m². Besonders lichtliebende heimische Pflanzen werden durch die dichten Goldrutenbestände unterdrückt. Kann in sensiblen Lebensräumen wie Halbtrocken- und Magerrasen, aber auch Auen und Feuchtwiesen problematisch werden. Auf gestörten Standorten kann sie die natürliche Sukzession aufhalten, da sie die Keimung anderer Arten durch Lichtentzug verhindert. 

MASSNAHMEN & TIPPS: Eine vollkommene Zurückdrängung der Art ist nicht mehr realistisch. Maßnahmen müssen sich auf schützenswerte Gebiete beschränken. Eine Mahd sollte zweimal im Mai und August vor der Blüte möglichst tief erfolgen, um die Wurzeln zu zerstören und zu schwächen. Der Vorgang muss über mehrere Jahre hinweg erfolgen, um langfristige Erfolge zu erzielen. In feuchtem und lockerem Boden können die Pflanzen händisch ausgerissen werden. Das Schnittmaterial muss sachgemäß im Restmüll entsorgt oder verbrannt werden. Vorbeugend soll auf eine Anpflanzung der Goldrute verzichtet werden.

Quelle: Österreichische Bundesforste



Grundsätzlich wird die Kanadische Art in unseren Gefilden als invasiver Neophyt (Österreichische Bundesforste) gelistet, dennoch möchten wir die leuchtend gelbe Staude an dieser Stelle nicht gänzlich unter den Tisch fallen lassen. Die schädliche Schwester der Gewöhnlichen Goldrute wird von einigen Raupen genauso aufgesucht und tragt somit einen kleinen Teil zur Nahrungsaufnahme bei, leider lässt der Proteingehalt ihrer Pollen zu wünschen übrig. Wir hoffen, dass sämtliche Bestäuber bald wieder mehr Pflanzenvielfalt in ihren Lebensräumen vorfinden. Verschiedene Wildblumen in Gärten, Hochbeeten und auf Balkonien wären ein guter Anfang.