Weißer Germer (Veratrum album)

Veratrum Raupen-NP für 6 Arten

  • Clepsis rogana
  • Clepsis steineriana
  • Eupithecia cretaceata
  • Eupithecia subfuscata
  • Eupithecia veratraria
  • Udea alpinalis

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Einkeimblättrige Klasse Liliopsida

Lilienartige Ordnung Liliales

Germergewächse Familie Melanthiaceae

Tribus Melanthieae

Germer Gattung Veratrum

Weißer Germer Veratrum album

Weitere Namen, Trivialnamen

  • Nieswurz
  • Weiß-Germer
  • Schwab'nwurz
  • Hemmern
  • Hammer
  • Hematwurzn
  • Tschamarika
  • Lauskraut
  • Lauswurz
  • Tschemer

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

  • Grüner Germer (Veratrum lobelianum)
  • Schwarzer Germer (Veratrum nigrum)
  • Gelber Enzian (Gentiana lutea)

Standort, Lebensraum, Vorkommen

Bergwiesen, Weiden, Hochstaudenfluren und Flachmoore

Hauptblütezeit

Juni bis August

Inhaltsstoffe

giftige Steroidalkaloide (Protoveratrine, Germerin)

Quelle: Enzyklopädie - Essbare Wildpflanzen
Autoren: S. Fleischhauer, J. Guthmann und R.Spiegelberger
Verlag: atVerlag

Giftige bzw. allergieauslösende Pflanzenteile ☠️

Die ganze Pflanze ist stark giftig. Schon winzige Mengen der gepulverten Wurzel reizen zum Niesen. Die Alkaloide werden über die Haut aufgenommen und führen nach anfänglichem Brennen zu einer völligen Anästhesie der betroffenen Stellen. Tödliche Vergiftungen werden bereits von etwa 1-2g der getrockneten Droge hervorgerufen (Lähmungen des Herz-Kreislaufsystems).


Verführerisch schön und aufdringlich duftend - doch der Schein trügt. Die gesamte Pflanze, insbesondere die Wurzeln, sind hochgiftig und die Ähnlichkeit mit Gelben Enzian sind verblüffend. Beide Schönheiten gedeihen in alpinen Höhen auf Bergwiesen und wachsen somit auf vergleichbaren Standorten. In der Antike wurde Weißer Germer als Mord- und Pfeilgift genutzt.