Echte Arnika (Arnica montana)

Arnica montana Raupen-NP für 4 Arten

  • Clepsis rogana
  • Hochstaudenflur-Blütenspanner (Eupithecia subfuscata)
  • Löwenzahn-Wiesenspinner (Lemonia taraxac)
  • Satyr-Blütenspanner (Eupithecia satyrata)

Taxonomie (Systematik)

Gefäßpflanzen Stamm Tracheophyta

Bedecktsamer Unterstamm Angiospermae

Zweikeimblättrige Klasse Magnoliopsida

Korbblütlerartige Ordnung Asterales

Korbblütler Familie Asteraceae

Unterfamilie Asteroideae

Tribus Madieae

Gattung Arnica

Echte Arnika Arnica montana

Weitere Namen, Trivialnamen

Berg-Wohlverleih (Tirol)

Engelkraut

Kraftwurz

Wundkraut

Johanniswurzen und Kraftrosen (Kärnten)

Ähnliche Arten (Verwechslungsgefahr)

Großblütige Gämswurz Doronicum grandiflorum

Eberrauten-Greiskraut Jacobaea abrotanifolia

Gämswurz-Greiskraut Senecio doronicum

Standort, Lebensraum, Vorkommen

Heiden, Bergwiesen, Waldlichtungen, Moore, nährstoffarme und bodensaure Borstgrasrasen, bis in Höhenlagen von 2800 Metern

Hauptblütezeit

Juni bis September

mehrjährige Staude

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlaktone vom Helenanolidtyp (bzw. bei Arnika spanisch-portugiesischer Herkunft das kaum allergene Dihydohelenalin), Flavonoide, Polysaccharide, ätherisches Öl (Thymol: Höchstgehalt zu Blütebeginn) Prozyanidine, Cumarine

Quelle: Alles über Heilpflanzen
Autorin: Ursel Bühring

Giftige bzw. allergieauslösende Pflanzenteile

Der Inhaltsstoff Helenalin führt bei innerlicher Anwendung zu Pulsbeschleunigung und Herzklopfen bis hin zur Atemnot. Äußerlich angewendet, wurden toxisch-allergische Hautreaktionen beobachtet. Ein Kontakt mit Augen und offenen Wunden unbedingt vermeiden! Obwohl Arnika eher als Heilpflanze, weniger als Giftpflanze bekannt ist, wird von einer Selbstmedikation strikt abgeraten. 


Arnika ist uns allen eher als wichtige, alte Heilpflanze und weniger als Raupennahrung im Gedächtnis. Wir erwähnen sie trotzdem lobend und gönnen ihr den Titel Blume des Jahres 1986 und Arzneipflanze des Jahres 2001. Die Pflanze ist in vielen Regionen Europas bedroht, da ihr Lebensraum durch intensive Landwirtschaft und menschliche Aktivitäten zerstört wird. Sie steht daher unter Naturschutz und das Sammeln in der freien Natur ist strengstens verboten. Bitte beherzigen, stehen lassen und stets daran denken - sie ist und bleibt eine Giftpflanze!