Schafgarben-Blütenspanner

Eupithecia icterata (de Villers, 1789)

Flugzeit Falter:
Juni bis August

in einer Generation
Auftreten Raupe
Ende August bis Oktober

die Art überwintert als Puppe


Vorkommen in Österreich


  Spanner Familie Geometridae
Unterfamilie Larentiinae
Blütenspanner Tribus Eupitheciini
Blütenspanner Gattung Eupithecia
Sektion Eupithecia semigraphata
Schafgarben-Blütenspanner Eupithecia icterata

Nahrungspflanzen Raupen

Schafgarbe, auch an Rainfarn und Beifuß

Lebensraum

Strassen- und Feldrändern, Waldsäume, Gebüschränder, Wiesen, Säumen von Hecken, Geröllhalden, Halbtrockenrasen, Brachen, Bahndämme und im Siedlungsgebiet auf Schutthalden

Wissenswertes

Der Schafgarben-Blütenspanner, Eupithecia icterata kommt in Mitteleuropa flächendeckend vor und besiedelt warme und windgeschützte Lebensräume wie Brachen, Halbtrockenrasen und Hoch-und  Niederstaudenfluren mit Vorkommen der Raupennahrungspflanze, der Schafgarbe. Die Flugzeit beginnt Anfang Juli und endet meist Ende August. Die Falter sind vorwiegend spätdämmerungs-und nachtaktiv und fliegen nicht selten künstliche Lichtquellen an. Tagsüber ruhen sie gerne an Steinen, Mauern oder Totholz. Obwohl die Art trockene Bedingungen bevorzugt, schaffen es auch in regenreichen Jahren immerhin so viele Tiere bis zur Verpuppung, dass sich in trockenen Folgejahren die Populationen wieder erholen. Bemerkenswert ist jedoch der sehr hohe Anteil an ziegelroten Tieren nach einer Feuchtperiode.

Die Eiablage von meist drei bis sieben Stück pro Ablagestelle erfolgt an den obersten Schafgarbenblättern. Die Jungraupen ernähren sich hauptsächlich von den Blättern ihrer Nahrungspflanze und verbergen sich tagsüber gut in Ihnen. Raupen in den letzten beiden Larvalstadien verlassen in der Morgendämmerung ihre Nahrungspflanze und verbringen den Tag in der trockenen Schicht von abgefallenen Pflanzenresten am Boden, fallweise bis zu einem Meter von der Nahrungspflanze entfernt. Nachts wandern sie wieder zurück zur Pflanze und fressen die obersten Blätter und Blüten, im letzten Larvalstadium nur noch die trockenen Samen. Sie leben bis zur Verpuppung gesellig. Frische oder feuchte Nahrung ist für Raupen im letzten Stadium tödlich, weshalb es viele Raupen in regenreichen Jahren nicht bis zur Verpuppung schaffen. Die Verpuppung selbst erfolgt ca. 1cm tief in der Erde in einem stabilen Kokon aus Sandkörnchen.


Namenserklärung

Herkunft:
im Englischen: Tawny Speckled Pug


Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch
https://www.pyrgus.de
https://www.ukmoths.org.uk


Literatur

Weigt, H.-J. (1991): Die Blütenspanner Mitteleuropas (Lepidoptera, Geometridae: Eupitheciini). Teil 4: Eupithecia satyrata bis indigata. – Dortmunder Beiträge zur Landeskunde, naturwissenschaftliche Mitteilungen 44

Ebert, G. (Hrsg.) (2001):
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 9: Nachtfalter VII (Geometridae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 194