Hochstaudenflur-Blütenspanner

Eupithecia subfuscata (Haworth, 1809)

Flugzeit Falter:
von Mai bis Juli
in einer Generation
Auftreten Raupe
von Juni bis September
die Art überwintert als Puppe


Vorkommen in Österreich


Spanner Familie Geometridae
Blatt- & Blütenspanner Unterfamilie Larentiinae
Blütenspanner Tribus Eupitheciini
Blütenspanner Gattung Eupithecia
Sektion Eupithecia subfuscata
Hochstaudenflur-Blütenspanner Eupithecia subfuscata

Nahrungspflanzen Raupen

sehr polyphag an Himbeere, Brombeere, Augentrost, Arnika, Beifuß, Greiskraut, Goldrute, Gilbweiderich, Springkraut, Weiden, Esche, Fingerhut, Baldrian, Brennnessel, Malve, Labkraut u.v.m.

Lebensraum

Hochstaudenfluren, Waldränder, geschlossene Wälder, Hecken, Halbtrockenrasen, Parklandschaften, Gärten, Kulturbrachen; bevorzugt wärmere, windarme, auch feuchte Habitate

Wissenswertes

Der Hochstaudenflur-Blütenspanner ist in Europa flächendeckend verbreitet und die mit Abstand vielseitigste Blütenspanner-Art, die keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum, das Klima oder die Raupennahrungspflanze stellt. Bevorzugt werden dennoch blütenreiche Hochstaudenfluren besiedelt. Die Falter fliegen in einer Generation von Mitte Mai bis Anfang Juli. Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und ruhen tagsüber meist versteckt in der Vegetation, an Steinen oder dürren Ästen. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit einigen anderen Blütenspanner-Arten, ist insbesondere bei abgeflogenen Tieren meist eine Genitaluntersuchung von Nöten.

Die Eier werden fallweise bis zu 10 Stück an die jeweiligen Nahrungspflanze gelegt. Die Raupen leben nachtaktiv und verbergen sich tagsüber in der Laubschicht unter ihrer Fraßpflanze. Fallweise befinden sie sich versteckt in den Blüten. Bei den sehr unterschiedlichen Nahrungspflanzen wachsen die Raupen auch unterschiedlich schnell und können deshalb noch bis Ende September gefunden werden. Zur Verpuppung gräbt sich die Raupe einige Millimeter tief in den Boden und fertigt einen stabilen Kokon aus Erdkrumen, in dem sie überwintert.

 

Namenserklärung

Herkunft: castigata: „castigatus gezügelt, eingeschränkt, wohl nach der geringen Größe des Falters.“
im Englischen: Grey Pug
weitere Namen: Waldkräuter-Blütenspanner


Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch
https://www.pyrgus.de
https://www.ukmoths.org.uk


Literatur

Weigt, H.-J. (1991): Die Blütenspanner Mitteleuropas (Lepidoptera, Geometridae: Eupitheciini). Teil 4: Eupithecia satyrata bis indigata. – Dortmunder Beiträge zur Landeskunde, naturwissenschaftliche Mitteilungen 41

Ebert, G. (Hrsg.) (2001):
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 9: Nachtfalter VII (Geometridae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 202