Fichten-Blütenspanner

Eupithecia lanceata (Hübner, [1825])

Flugzeit Falter:
März bis Juni
in einer Generation
Auftreten Raupe
Ende April bis Juli
die Art überwintert als Puppe


Vorkommen in Österreich


  Spanner Familie Geometridae
Unterfamilie Larentiinae
Blütenspanner Tribus Eupitheciini
Blütenspanner Gattung Eupithecia
Sektion Eupithecia lanceata
Fichten-Blütenspanner Eupithecia lanceata

Nahrungspflanzen Raupen

Gemeine Fichte, Tanne und Lärche (an jungen Nadeln frischer Endtriebe)

Lebensraum

montan-alpine Fichtenwälder sowohl in sonnig-warmen als auch feuchtkühlen Lagen, Nadel- und Mischwälder, Parkanlagen, Heiden

Wissenswertes

Der Fichten-Blütenspanner ist von Mitteleuropa bis in den Osten Sibiriens weit verbreitet und häufig. Sie besiedeln vor allem geschlossenen Fichtenwälder in vorwiegend montanen Regionen, können auch im Flachland in Gärten und Parks vorkommen. Die Falter gehören zu den ersten aus der Blütenspanner-Gruppe, die sich im Frühjahr zeigen und können schon ab Anfang März beobachtet werden. Die Hauptflugzeit liegt im April, sehr späte Individuen können sogar im Juni noch angetroffen werden. Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv und suchen zur Nahrungsaufnahme die ersten Frühjahrsblüher wie z.B. Weiden oder Ahornbäume auf. Als Tagesversteck benutzen sie Fichtenzweige oder Fichtenstämme, an den sie hervorragend getarnt sind. Die Art ist aufgrund ihrer auffallenden Zeichnung mit keiner anderen Blütenspanner-Art verwechselbar.

Zur Paarung und Eiablage suchen die Tiere den Kronenbereich mittelhoher Fichten auf. Während das Männchen kurz nach der Paarung stirbt, lebt das Weibchen bis zu 3 Wochen lang. Am Tag nach der Paarung erfolgt die Eiablage an vorjährigen Nadeln, direkt unterhalb des sich neu bildenden Triebes. Nach dem Schlüpfen kriechen die Raupen an den Endtrieb und ernähren sich von den frischen Nadeln. Die Raupen sind schnellwüchsig und bereits nach vier Wochen verpuppungsreif. Am Ende ihrer Entwicklung lassen sich Tiere zu Boden fallen und verpuppen sich in Stammnähe in der obersten Fallnadelschicht.


Namenserklärung

Herkunft: „lancea Lanze, wahrscheinlich nach der sehr spitzen Flügelform.“
weitere Namen: Fichtennadel-Blütenspanner, Tannen-Blütenspanner

Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch
https://lepidoptera.eu


Literatur

Weigt, H.-J. (1993): Die Blütenspanner Mitteleuropas (Lepidoptera, Geometridae: Eupitheciini). Teil 2: Gymnoscelis rufifasciata bis Eupithecia insigniata. – Dortmunder Beiträge zur Landeskunde, naturwissenschaftliche Mitteilungen 5/70

Ebert, G. (Hrsg.) (2001):
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 9: Nachtfalter VII (Geometridae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 266