Weißes L

Mythimna l-album (Linnaeus, 1767)

Flugzeit Falter:
Mai bis Oktober
in zwei Generationen
Auftreten Raupe
September bis Mai 1.Generation
Juni bis August 2.Generation
die 1.Generation überwintert als Raupe


Vorkommen in Österreich


Eulenfalter Familie Noctuidae
Unterfamilie Noctuinae
Tribus Leucaniini
Gattung Mythimna
Untergattung Hyphilare
Weißes L Mythimna l-album

Nahrungspflanzen Raupen

Trespe, Zwenke, Knäuelgras, Lieschgras

Lebensraum

warme Berghänge mit Wiesen, lockerer Bewaldung und Felsfluren

Wissenswertes

Das Weiße L besiedelt gerne trockenwarme, südexponierte Lebensräume mit lückiger Vegetation. Möglicherweise könnte sie als "Klimawandelprofiteur" Gebiete besiedeln, an denen sie bisher noch nicht vorkam. So wird sie im Norden Englands bereits als " Future resident... with possible future colonisation occurring" gehandelt. Die Falter weisen eine kontrastreiche Längszeichnung und ein weißes „L“ in Form eines langen und kurzen Schenkels auf. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, vereinzelt kann man sie bei Tage beobachten. Generell ruhen sie tagsüber in der niedrigen Vegetation.


Die Eier werden mit Klebesekret überzogen und in Reihen in Blattscheiden oder auf Grasblätter gelegt. Die Raupen sind zunächst tagaktiv und verursachen an den Gräsern zuerst Schabe-, dann Lochfraß. Sie überwintern als halberwachsene Raupen gerne in hohlen Stängeln oder eingerollten Blättern. Im Frühling setzen sie ihre Entwicklung fort bis sie sich Ende April bzw. Anfang Mai in einem Erdkokon verpuppen.

 

Namenserklärung

Herkunft: l-album(lat.) = weißes L; aufgrund der Vorderflügelzeichnung
im Englischen: L-album Wainscot

 

Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch
https://www.norfolkmoths.co.uk

 

Literatur

Ebert, G. (Hrsg.) (1998):
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 7: Nachtfalter V - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 279
Steiner, A.; Ratzel, U.; Top-Jensen, M.; Fibiger, M. (2014):
Die Nachtfalter Deutschlands- Bugbook Publishing, Oestermarie, Danmark 665