Nahrungspflanzen Raupen
Leinkraut-Arten, gelegentlich Löwenmäulchen
Wissenswertes
Die Möndcheneule gehört in die weitere Verwandtschaft der Mönchseulen Cucullinae. Sie besitzt ebenfalls einen kapuzenartigen behaarten Halskragen. Die Falter sind oft nur schwer festzustellen, da sie sich weder durch Köder und nur äußerst selten von Licht anlocken lassen. Benannt sind sie nach ihren weißen Nierenmakeln, die gewissermaßen an einen Halbmond erinnern. Die Art bevorzugt sonnige und trockene Lebensräume, wie Brachflächen, Kiesgruben oder Ruderalfluren, wo sie sich ungestört entfalten können. Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv. Mit Einbruch der Dämmerung besuchen sie Blüten zur Nektaraufnahme.
Die Raupen gehören zu den häufig gefundenen Eulenfalter-Raupen. Sie sitzen tagsüber frei an ihrer Nahrungspflanze. Im fortgeschrittenen Alter kann man sie an trockenen Grashalmen in der Nähe ihrer Futterpflanze finden. Obwohl die Färbung recht auffällig wirkt, ist sie im Hochsommer bei Licht-Schattenwechsel und aus einiger Entfernung doch tarnend. Sie kann nur mit der höchst seltenen und vom Aussterben bedrohten Calophasia opalina verwechselt werden. Die Verpuppung erfolgt in einem mit Pflanzenteilen durchsetzten Kokon.
Namenserklärung
Herkunft: lunula = Möndchen; aufgrund der weißen Nierenmakel, die manchmal an einen Halbmond erinnert
im Englischen: Toadflax Brocade
Weblinks
https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch
Literatur
Axel Steiner in Ebert, G. (Hrsg.) (1997):
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 6: Nachtfalter IV - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 223
Steiner, A.; Ratzel, U.; Top-Jensen, M.; Fibiger, M. (2014):
Die Nachtfalter Deutschlands- Bugbook Publishing, Oestermarie, Danmark 497