Grauleib-Flechtenbärchen

Eilema lurideola ([Zincken], 1817)

Flugzeit Falter:
Juni bis September
in einer Generation
Auftreten Raupe
Mitte September bis Anfang Juni
die Art überwintert als Raupe


Vorkommen in Österreich


Bärenspinner & Verwandte Familie Erebidae
Bärenspinner Unterfamilie Arctiinae
Tribus Lithosiini
Untertribus Lithosiina
Gattung Eilema
Untergattung Agenjoa
Grauleib-Flechtenbärchen Eilema lurideola

Nahrungspflanzen Raupen

verschiedene Flechten-Arten

Lebensraum

Nadelwald, Mischwald, Laubwald, Gärten, Parkanlagen

Wissenswertes

Das Grauleib-Flechtenbärchen zählt zu den häufigeren Arten dieser Gattung. Es besiedelt gerne warme und nicht zu trockene Nadel- und Laubmischwälder. Die Falter besitzen eine glänzend bleigraue Vorderflügelfarbe. Verwechslungsgefahr besteht oft mit dem Gelbleib-Flechtenbärchen, das die Flügel allerdings nicht flach, sondern an den Körper angelegt trägt (Rollflügeltyp). Die Weibchen des Nadelwald-Flechtenbärchens besitzen eine gewisse Ähnlichkeit, haben jedoch schwärzliche Beine und dunkle Hinterflügel. Die Tiere sind vor allem nachts aktiv, nur fallweise findet man sie bei Tage. Oft ruhen sie dabei an Blättern diverser Laubgehölze.


Die Raupen fressen an Rindenflechten, Felsflechten auf Steinen, Moosen und Algen. Bei Sonnenschein verstecken sie sich unter Steinen oder Blättern. Die Jungraupen wachsen nach dem Schlüpfen sehr langsam und überwintern in diesen Verstecken. Die Nahrungsaufnahme wird im Frühling fortgesetzt. Sie fressen meist nachts und bei Schlechtwetter sogar tagsüber an noch feuchten Flechten. Die Raupen sind schwarz und besitzen an den Seiten ein leuchtend orangefarbenes Band von Flecken, die an den Segmenteinschnitten voneinander getrennt sind. Dieses Merkmal ist charakteristisch, um sie von anderen Eilema-Arten zu unterscheiden. Die Verpuppung findet in Ritzen und Hohlräumen in einem feinen durchsichtigen Gespinst statt. 

 

Namenserklärung

Herkunft: „luridus fahl.“
im Englischen: Common Footman

 

Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch

 

Literatur

Ebert, G. (Hrsg.) (1997):
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 5: Nachtfalter III - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 246

Steiner, A.; Ratzel, U.; Top-Jensen, M.; Fibiger, M. (2014):
Die Nachtfalter Deutschlands- Bugbook Publishing, Oestermarie, Danmark 416

Pro Natura (Hrsg.) (2000):
Schmetterlinge und ihre Lebensräume. Schweiz und angrenzende Gebiete. Band 3 624